Förderprojekte Ruhrtriennale 2018

Exodos / EΞΟΔΟΣ von Sasha Waltz & Guests

Sasha Waltz – Exodos (c) C. Saage

Im Rahmen der ersten Spielzeit unter Intendantin Stefanie Carp hat sich der Freundeskreis für die Förderung drei großer Projekte entschieden.
Als erstes Projekt, das der Freundeskreis der Ruhrtriennale finanziell unterstützt, wurde die Produktion Exodos / EΞΟΔΟΣ von Sasha Waltz & Guests mit Musik des Soundwalk Collective ausgewählt.
In Exodos / EΞΟΔΟΣ untersucht Sasha Waltz den kollektiven Körper derer, die ausgehen, um einzutauchen – ineinander, um sich selbst zu entrinnen; die Auswege aus dem materiellen Raum suchen, um in Räume aus Klang und Licht vorzudringen. Die Neukreation von Sasha Waltz knüpft an den existenziellen Themenkreis ihres Vorläuferprojekts Kreatur (2017) an und schreibt dessen Ausdrucksformen fort. Zur Untersuchung kollektiver Dynamiken arbeitet Waltz in Exodos / EΞΟΔΟΣ mit einem immersiven Format: das choreographische Geschehen wird ohne Bühnenabgrenzung entfaltet, um alle Zuschauer*innen zu involvieren – sei es am Rande sich zurückhaltend, sich vortastend oder sich auf die Partizipation einlassend.

Bustransfers für Schüler*innen zur Ruhrtriennale

Theatre Rites: The Welcoming Party (c) Jonathan Kennan

In einem dritten Förderprojekt ermöglichte der Freundeskreis Bustransfers für Schüler*innen zu den Vorstellungen der Produktionen The Welcoming Party der internationalen Theatergruppe Theatre-Rites. Diese kreiert seit mehr als 20 Jahren eindringliche und poetische Theatererlebnisse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aus einer Verbindung von Performance, Puppenspiel und Installation entstehen – häufig aus erlebten Geschichten – ortsspezifische Aufführungen. The Welcoming Party macht Flucht, Abschied und Ankommen unmittelbar erfahrbar für junge Menschen. Das Stück ist selbst wie eine Odyssee, auf der das Publikum von den Performer*innen durch verschiedene Orte und Stationen geführt wird. Daraus ergeben sich reale Momente und Begegnungen mit Personen, die die jungen Zuschauer*innen begleiten.

Studierenden- und Festivalpass 2018

Als weiteres Förderprojekt wurde der bereits in den Vorjahren erfolgreich umgesetzte Studierendenpass fortgesetzt. Die Ruhrtriennale verloste auch 2018 wieder 50 Festivalpässe an Studierende bis einschließlich 30 Jahren. Seit 2012 finanziert der Verein der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale dieses Angebot, das 50 Studierenden den Besuch aller verfügbaren Veranstaltungen des Festivals bei freiem Eintritt ermöglicht.
Bei der Veranstaltung Ruhrtriennale Speed-Talking kamen geflüchtete Menschen und Menschen aus der Region zusammen, um gemeinsam das Programm der Ruhrtriennale kennenzulernen. Die Teilnehmer*innen konnten durch den vom Förderverein finanzierten Festivalpass ebenfalls kostenfrei Veranstaltungen der Ruhrtriennale besuchen.

Förderprojekte Ruhrtriennale 2017

Theater Rites: The Broke ’n‘ Beat Collective

Theatre Rites: Broke ’n‘ Beat Collective (c) R. Day

2017 wählte der Verein ein Musiktheaterstück für Menschen ab 13 Jahren zum Förderprojekt: The Broke ’n‘ Beat Collective, geschrieben und inszeniert von Sue Buckmaster und Keith Saha. Theater, Poetry-Slam oder Konzert? Vier Ausnahme-KünstlerInnen – ein Breakdancer, ein Beatboxer, ein Puppenspieler und eine Wortakrobatin – haben ihre eigene Kunstform entwickelt, um Geschichten aus dem Leben von Großstadt-Teenagern zu erzählen. Der 70-minütige Live-Gig ist eine Gratwanderung: musikalisch und theatral, bildreich und wortgewaltig, berührend und komisch.
Jugendliche aus Liverpool haben den Künstler*innen einen Einblick in ihr Leben gegeben. Durch diese Begegnungen und einen intensiven Austausch sind die Geschichten und ihre Charaktere für dieses Stück entstanden. Getragen vom Einfallsreichtum der Darsteller*innen, die die Geschichten der Jugendlichen weder verklären noch aufbauschen, ist Broke ’n‘ Beat Collective ein theatrales Kleinod, das von den Children‘s Theatre Reviews zu den 10 besten Kinder- und Jugendtheaterperformances in Großbritannien 2016 gezählt wurde.

Studierendenpass 2017

Auch 2017 wurde mit Hilfe des Fördervereins au0erdem wieder der Studierendenpass verlost, der 50 Gewinner*innen den kostenlosen Besuch der Ruhrtriennale ermöglichte.

Förderprojekte Ruhrtriennale 2016

Sumpfland von Studio ORKA

Studio ORKA: Sumpfland (c) S. Glagla

Das belgische Künstlerkollektiv Studio ORKA hat mit Sumpfland ein Familienstück gezeigt, das von Menschen handelt, die voller Mut und Kraft aufrecht bleiben. Es ging um Trost, und wie man ihn anderen geben kann. Es ging um Träumer. Um frei herumlaufendes Wild und um zu warmes Bier. Und das alles im Nirgendwo zwischen Bottrop und Gladbeck. Der Verein der Freunde und Förderer der Ruhrtriennale unterstützte das Projekt mit 30.000€.
Um Schulen aus sozial schwachen Gegenden den Besuch von Sumpfland zu ermöglichen, hat der Verein außerdem die Busfahrten zu dem Stück gefördert.

Studierendenpass 2016

Durch die Ansprache von zahlreichen Universitäten in Deutschland und den Nachbarländern, konnten die Bewerber*innenzahlen weiter gesteigert werden. 50 Gewinner*innen wurden ausgelost, die alle Veranstaltungen der Ruhrtriennale kostenlos besuchen konnten. Das Feedback der Studierenden war durchweg positiv. Bei gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Club.Ruhr, wie z.B. dem Prolog oder der Club.Ruhr-Party kamen die beiden Gruppen in Kontakt, so dass die Studierendenpassgewinner*innen auch im weiteren Verlauf der Ruhrtriennale verbunden blieben.