Mitteilung des Vorstands zur Absage der Ruhrtriennale 2020

Liebe Mitglieder unseres Freundeskreises,


ich denke, wir alle bedauern sehr die Absage der diesjährigen Spielzeit unserer Ruhrtrienna-le, der letzten unter der Intendanz von Stefanie Carp. Sie ist naturgemäß am meisten ent-täuscht, kann sie damit doch ihren Drei-Jahres-Zyklus nicht wie geplant vollenden. Das ist außerordentlich bitter. Aber ich habe auch Verständnis für die Entscheidung des Aufsichtsra-tes und der Gesellschafterversammlung der Kultur Ruhr GmbH: In einer Zeit, in der alles, aber auch wirklich alles abgesagt wird – von Theatern und Opern über die freie Szene und Bayreuth bis hin zu den Olympischen Spielen –, wäre es für die Landesregierung wirklich schwierig bis unmöglich gewesen, einzig für die eigene Veranstaltung eine Ausnahme zu machen und damit möglicherweise die selbst gesetzten Regeln zu verletzen.
Von daher sollten wir bei aller berechtigten Trauer nach vorne schauen und uns auf die neue Triennale freuen, die im kommenden Jahr beginnt und schon in Vorbereitung ist. Das schließt ein herzliches Dankeschön an Stefanie Carp ein, die uns und unserem Kulturfest – nicht immer widerspruchsfrei – viele neue Impulse gegeben hat und uns mit ihrer Arbeit in guter Erinnerung bleiben wird. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir, sobald Zusammen-künfte wieder möglich sind, einen würdigen Abschluss ihrer Spielzeit begehen werden. Das hat nicht nur sie verdient, sondern das gesamte Team, das in den letzten Monaten mit gro-ßem Engagement diese Spielzeit geplant hat – wir haben uns bei unserer Mitgliederver-sammlung am 10. Februar 2020, fast mutet dieses Datum, obwohl erst gut zwei Monate ver-gangen, als Teil eines früheren Zeitalters an, von der Kreativität und Qualität des geplanten Programms überzeugen können.
Ich wünsche Ihnen allen eine trotz Corona-Krise gute Zeit – und vor allem: Bleiben Sie ge-sund!


Mit ebenso freundlichen wie traurigen Grüßen


Ihr
Dr. Michael Vesper
Vorsitzender